La Ville Es Nonais

... oder "die Stadt der Nonnen"

Der umfriedete Pfarrbezirk in La Ville es Nonais #saintmalotourisme

Am Ufer der Rance 

Der Name des Ortes leitet sich von einem Nonnenkloster im Mittelalter ab: aus „La ville aux nonnes“ wurde mit der Zeit „La Ville es Nonais“.

Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Ortschaft Teil der Nachbargemeinde Saint-Suliac; im Jahr 1850 wurden die beiden Gemeinden voneinander getrennt. Im Dorfzentrum steht eine sehr schöne Kirche, deren umfriedeter Pfarrbezirk erhalten geblieben ist.

La Ville es Nonais liegt am Ufer der Rance, die im 16. Jahrhundert einen wichtigen Wasserweg darstellte, auf dem Wein, Getreide, Leinen und Hanf transportiert wurden – sowie in späteren Zeiten auch Äpfel und Cidre.

1897 wurde in Port Saint-Jean in unmittelbarer Nähe des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Herrenhauses der Vauboeufs ein neuer Kai gebaut, der das Be-und Entladen der Schiffe sowie das Ein- und Ausschiffen von Reisenden erleichterte.

Eine Brücke der Verbindung

Die Gemeinde liegt direkt an der Rance; die Ortschaft Port Saint-Jean hatte sich an einer Flussenge, die die beiden Ufer einander nahe rückt, gebildet. Der Fluss wurde mit Hilfe eines Fährschiffs überquert, das dem Ritter- und  Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem gehörte. Später verband eine erste Brücke die beiden Ufer an derselben Stelle; heute wird sie von einem zweiten Bauwerk, das zur Schnellstraße N 176 gehört, entlastet.

Ein ökologisch reiches Gebiet

Die Nähe der Rance verleiht dem Landstrich zwischen Meer und Land eine starke Identität.  

Wattenmeer und Röhricht gehören zu den aus ökologischer Sicht reichsten Gebieten des Departements. Die Bucht Anse du Vigneux, vom imposanten Felssporn des 73 Meter hoch aufragenden  Mont-Garrot dominiert, birgt eine geschützte Graslandzone, in der Zugvögel einen Platz zum Überwintern finden. Bei Niedrigwasser taucht eine mittelalterliche Festungsmauer aus den Fluten.

Sport- und Freizeitschiffahrt, Fischen oder Angeln und Beobachten der lokalen Tierwelt in der weiten Graslandschaft des Mündungsgebiets sind nur einige der Aktivitäten, die man vom Trockendock  von Vigneux oder von Port Saint-Jean aus unternehmen kann.

Die Ufer der Rance und die Existenz des  Fernwanderwegs des Bezirks um Saint Malo machen aus La Ville Es Nonais einen überaus interessanten Ausgangspunkt für alle Arten von Wanderungen.

 

584 Hektar - 1 184 Einwohner: die "Nonaisiens & Nonaisiennes"