Miniac Morvan

An der Kreuzung der Römerstraßen

Miniac Morvan

 „Mor Wan bedeutet „Männer der See“

Die Ortschaft liegt an der Kreuzung zweier wichtiger Straßen, die Rennes mit Alet und Corseul mit Dol schon seit der Römerzeit miteinander verbinden. Diese ehemaligen Römerstraßen heißen heute „Departementale D137 Rennes-Saint-Malo“ und „Departementale D 676 Dol-Dinan“; sie kreuzen einander bei Le Vieux Bourg im Süden des heutigen Örtchens.

Im VI. Jahrhundert ließen Männer aus Großbritannien sich hier nieder und erbauten Schloss Miniac, nach dem Namen der Familie.

Bis ins XX. Jahrhundert hinein stellte die Gemeinde ein Reservoir für Arbeitskräfte der Neufundland-Fischerei. Die Schiffskapitäne aus Saint Malo rekrutierten hier ihre Mannschaften an einem ganz speziellen Tag, der „louée de mer“ („Seemiete“). Aber die Verbindung zum Meer beschränkt sich nicht nur hierauf: bis ins XIX. Jahrhundert wurde in der Nähe des Teiches Saint Coulban oder des Meleuc Hanf kultiviert und zahlreiche Weber aus Miniac-Morvan stellten Segel und Tauwerk für die Schiffe her.

 

Das mittelalterliche Viertel

Zur Gemeinde gehören zwei ehemalige milttelalterliche Festungen: das Château du Bas-Miniac aus dem XII. Jahrhundert wurde mit Ausnahme eines Turms, der an der Zugbrücke stand, in den Religionskriegen dem Erdboden gleichgemacht. Heute ist die Wohnstätte ein elegantes Herrenhaus, eine „Malouinière“ mit weißem Verputz inmitten ihrer grünen Oase, die Hochzeiten und Empfänge organisiert.

Château de Gouillon wurde bei einer Feuersbrunst im Jahr 1916 zu drei Vierteln zerstört. Eine Fledermauskolonie findet im Winter in den Kellern des Gebäudes Unterschlupf: drei geschützte Arten wurden  registriert, die jedes Jahr von neuem sorgfältig aufgelistet werden.

Das Galeriegrab von Four-ès-Feins aus dem Neolithikum und seit 1965 unter Denkmalschutz gestellt, steht ebenfalls auf der Liste der Sehenswürdigkeiten der Gemeinde.

„Actipole“ oder die wirtschaftliche Entwicklung

Die geografische Lage von Miniac Morvan an der Kreuzung von wichtigen Verbindungsstraßen nur 20 Kilometer von Saint Malo entfernt, ermöglichte die Einrichtung eines überkommunalen Wirtschaftsentwicklungsbereichs, dem „Actipole 1 auf seinem Territorium. Studien für die neue Zone  „Actipole 2“ wurden ebenfalls unternommen.

Actipole ist eine der wenigen Zonen innerhalb des Ballungsraums, der die Aufnahme von strukturierten industriellen Projekten in nächster Nähe zu den notwendigen Verkehrsadern ermöglicht.

3 103 Hektar - 3 880 Eiwohner: die "Miniacois & Miniacoises"