Saint-Guinoux

Port Winiau

Saint-Guinoux ©PContin

An der Grenze zum Weißen und zum Schwarzen Moor

Die Ansiedlung liegt halb am Hang und halb in der Niederung des Marais de Châteauneuf hinter der Küste.

In früheren Zeiten nannte Saint-Guinoux sich Port Winiau – ein kleiner Hafen, der unter römischer Herrschaft gut bekannt war. Heute wird das Meer von Deichen zurückgehalten und von einer weiten feuchten, von  Entwässerungskanälen durchzogenen, mit Pappeln und Schilf bewachsenen Ebene ersetzt.

Die spezifische Topographie der Gemeinde auf einem 45 Meter hohen Hang beschränkt das Straßennetz: die Häuser reihen sich entlang der Nord-Süd-Achse und bilden eine lange durchgehende Gebäudezeile.

Saint-Guinoux

Das architektonische Erbe

Es ist relativ bescheiden – mit Ausnahme des Manoir de Maupertuis aus dem XVI. Jahrhundert, das im XVIII. Jahrhundert restauriert wurde und einst im Besitz des gleichnamigen Mathematikers und Naturforschers war, des Oratoriums Notre Dame de la Garde, der Schutzherrin der Seeleute, auf einem ehemaligen Beobachtungsposten errichtet, sowie der ins XVIII. Jahrhundert zurückgehenden Kirche.

Saint-Guinoux

Das Flüsschen ...

Der Meleuc fließt durch die Gemeinde und entwässert das Moorland im Süden von Saint-Guinoux bis zum Canal des Allemands, einem im Lauf des Zweiten Weltkriegs von den Deutschen gegrabenen Kanal, der bis zur Bucht führt. Er sollte dazu dienen, das Moor überfluten zu lassen, um eine Landung der Alliierten zu verhindern, da dieser Teil des Sumpfgebiets unter dem Meeresspiegel liegt. Heute dient der Kanal wie alle anderen Entwässerungskanäle zur Regulierung des Wassergehalts im Sumpf. Der Landstrich beheimatet zahlreiche Vogelarten.

Der Parc Phyto-restauré

Seit 2017 besitzt die Gemeinde eine Anlage für nachhaltige Entwicklung: den mittels durchdachter Bepflanzung rehabilitierten „Parc Phyto-restauré“. Der vormals verseuchte, unbebaubare Ort wurde in einen familiären und kulturellen Treffpunkt verwandelt, an dem ein generationsübergreifender Nutzgarten, eine Obstplantage sowie Skulpturen und ein pädagogischer Lehrpfad das Publikum erfreuen.

648 Hektar - 1 172 Einwohner: die "Guinoléens & Guinoléennes"