Saint-Jouan-des-Guérets

"Saint-Jouan" bedeutet "der heilige Johannes" und "des Guérets", "gepflügte Erde"

Geburt einer Ortschaft  

Wie Keramikscherbenfunde sowie die Ausgrabung von Teilen der Römerstraße zwischen Léhon und Aleth bezeugen, war der Ort schon in der Zeit der römischen Herrschaft besiedelt, doch erst im XIII. Jahrhundert wurde das Bauerndorf unter Impulsion des Gründngsmythos um Saint-Budoc ins Leben gerufen.

Fest der Dorys

An Bord eines Doriboots

Das Dorf Saint-Jouan am Ufer der Race in direkter Nachbarschaft von Saint-Malo wandte sich dem Meer zu: im XVI. Jahrhundert sind die Männer von Saint-Jouan unter den ersten Seeleuten, die nach Neufundland segeln. An Bord der Schoner befinden sich die kleinen Dorisboote, die für die Kabeljaufischerei unabdingbar sind. Jedes Jahr gegen Ende August findet das berühmte Fest  Fête des Doris de cale en cale zu Ehren des maritimen Erbes statt.

 

Im Rhythmus der Gezeiten ...

Südlich der Gemeinde bilden die Ufer der Rance eine Bucht, in die das Meer im Rhythmus der Gezeiten eindringt. Diese Gezeitenbewegungen inspirierten zum Bau der Moulin de Quinard und zu einer Anzahl weiterer Gezeitenmühlen im Mündungsgebiet der Rance. Die Existenz der Mühle ist seit Beginn des XIX. Jahrunderts dokumentiert, aber die fortschreitende Verschlammung der Rance bedeutet ihren Stillstand im Jahr 1924. Heute legt die Gezeitenmüle Zeugnis für ein im Verschwinden begriffenes Erbe ab und bietet den zahlreichen Wanderern und Radfahrern am Ufer der Rance ein Bild von ursprünglichem Charme.

Der „Circuit des Moulins“ führt an den Ufern entlang, an denen salzliebende Pflanzen wie Queller, Salzmelden und Strandflieder wachsen.

Seidenreiher, Graureiher, Kormorane und Silbermöwen erfreiuen die Herzen der Naturliebhaber. Die Ile aux Moines, eine der drei zu Saint-Jouan gehörenden Inseln inmitten des Mündungsgebiets ist eine geschützte Naturreserve, in der sich eine Kolonie von Fluss-Seeschwalben dauerhaft niedergelassen hat.

Schöne Steine ...

Der Ort Saint-Jouan hat außerdem eine Reihe von Malouinières vorzuweisen, darunter La  Plussinais, deren Kapelle unter Denkmalschutz steht. Aber auch andere sehr schöne Gebäude, die dem Baufieber der „Herren aus Saint-Malo“ zu verdanken sind, können von den Wanderpfaden aus gesichtet werden.

1 110 Hektar - 2 733 Einwohner: die "Jouannais & Jouannaises"