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Auf den Spuren der Geschichte

Unterredung mit Herrn Mazurié des Garennes

Marie-Alice

Wer hat noch nie davon geträumt, sich Geschichten von Seeräubern, Korsaren und Expeditionen erzählen zu lassen, Geschichten und Anekdoten, die in keinem Buch stehen ?

Meine Absicht ist es, Sie mit wahren begeisterten und begeisternden Persönlichkeiten bekannt zu machen, die ihre Energie gern mit Ihnen teilen. Mein Wunsch ist es, daß sie Ihnen ihre Geschichte, ihren Lebenslauf erzählen und ihre Werte und ihre Erfahrungen mit Ihnen teilen, um Sie zu inspirieren … Darf ich Sie mitnehmen?

 

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Unterredung mit Herrn Roland Mazurié des Garennes

Der Treffpunkt

An einem wunderschönen Februartag, wie ich sie liebe, mit wolkenlosem blauem Himmel und trockener Kälte, habe ich eine Verabredung mit einer markanten Persönlichkeit von Saint-Malo. Wir treffen einander in der Brasserie des Hôtel France & Chateaubriand. Dieser Ort ist nicht dem Zufall zu verdanken, denn er hat eine Geschichte: François-René Chateaubriand wurde hier geboren. Ich bin zu früh und setze mich auf die Terrasse, um die ersten Sonnenstrahlen zu geniessen. Das Licht spielt mit dem Kontrast zwischen dem Blau des Himmels und dem Grau der Stadtmauern; die Place Chateaubriand hüllt sich in eine nicht greifbare mysteriöse Atmosphäre, deren Geheimnisse nur von einem passionnierten Kenner diese Ortes offenbart werden können ...

Das Treffen

Hier kommt er auch schon, mit festem Schritt: Herr Roland Mazurié des Garennes, ehemaliger Militärangehöriger, aus einer Familie, die „seit sechzehn Generationen in Saint Malo sesshaft“ ist. Eine in Saint Malo überaus bekannte Persönlichkeit, eine Referenz. Seine blauen Augen und der strahlende Blick bergen einen Schelm, den ich hinter der etwas mürrischen Fassade der ersten Minuten errate. Er weiß, was er will, und sagt es klar und deutlich. „Wenn man aus Saint Malo stammt, sagt man, was auf dem Herzen hat“, bedeutet er mir im Lauf unserer Unterhaltung. Sobald er es sich bequem gemacht hat, notiert er das Datum unseres Treffens in einem Büchlein (aus Gewohnheit). Ich bin fasziniert von dem Gedanken, daß mir gegenüber die Person sitzt, die die Geschichte von Saint Malo am besten kennt – die „große“ wie auch die „kleine“. Die, die er gern erzählt, ist die „kleine“, die, die nicht in den Büchern zu finden ist und die zahlreiche Perlen und Anekdoten aller Arten enthält, sowohl „historische“ wie auch „knusprige“ ...

Es war einmal ...

Ich bin neugierig auf die Geheimnisse der Stadt … Wenn ich auf den Stadtmauern spazieren gehe, erwecken so viele Dinge mein Interesse: die Namen der Straßen, der Statuen, Details der Architektur. Meine Fragen werden endlich eine Antwort finden! Ich lausche aufmerksam und staunend den Geschichten über Korsaren, Seeräuber, Seefahrer, Matrosen, den großen Familien der Stadt und Schriftsteller; über Expeditionen, Entdeckungen, Handel, Macht, Kriege, Finanzen; und über Schiffe und Legenden … Ich lasse mich von den Erzählungen mitreißen und meine Fantasie ergänzt sie noch dazu. Jedes Element der Stadt birgt eine Geschichte, ob es sich um einen Platz handelt oder ein Gebäude, oder eine Haustür, wie die, die heute zwei Wohnhäuser voneinander trennt und die ursprünglich als geheimer Ausgang aus einem Freudenhaus diente ... „Ich könnte Ihnen drei Tage lang Geschichten erzählen, wenn Sie es wollten“, sagt er mir. „Und ich habe auch die Schlüssel zu verschlossenen Türen“. Bei dem Gedanken daran, Zugang zu verbotenen oder geheimen Orten zu finden, strahlen meine Augen wie die von Kindern bei der Schatzsuche.

Übermitteln

Er vermittelt mit Passion und Authentizität all seine Nachforschungen, seine Unterredungen, seine Lektüren und Untersuchungen an jeden, den sie interessieren. Ein Spaziergang durch Saint Malo mit Herrn Mazurié heißt, die Geschichte weitergeben, damit sie nicht verloren geht ...

Marie-Alice Lemoine